Mehr Natur im Garten

Naturnahe Lebensräume sind nicht nur im Wald oder im Landwirtschaftsgebiet wichtig. Auch im Siedlungsgebiet ist ein grosses Potential zur Förderung der Artenvielfalt vorhanden. Allen, welche der Natur auf ihrem Grundstück eine Chance geben wollen, sollen diese Merkblätter von der Landschaftskommission Oberrohrdorf eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten zur naturnahen Gestaltung des Gartens geben.

Ackerkratzdistel

Die Ackerkratzdistel (Cirsium arvense) ist ein gefürchtetes Ackerunkraut und kann auch auf Wiesen und Weiden zu einem dauerhaften Problem werden. Inzwischen ist die Ausbreitung der Ackerkratzdistel auch in Privatgärten, Kommunalflächen und am Waldrand zu einem lästigen und ersthaften  Problem geworden.

Informationen über die Ackerkratzdistel und zur Bekämpfung desselben sind beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg des Kantons Aargau erhältlich.

Ambrosia

Informationen über die Ambrosia-Pflanze und zur Bekämpfung derselben sind beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg des Kantons Aargau erhältlich.

Wenn Sie Ambrosia-Pflanzen feststellen, melden Sie sich umgehend beim Bauamt.

Bösartige Faulbrut

Die bösartige Faulbrut ist eine ansteckende Bruterkrankung der Bienen. Ansteckungsgefährdet sind ein bis zwei Tage alte Maden der Honigbienen. Die Krankheit verläuft langsam. Ansteckende Sporen des Erregers werden meist indirekt über Futter von Volk zu Volk verbreitet. Dies geschieht durch Räuberbienen, erregerhaltiges Bienenfuttermittel oder Honig. Auch über erregerhaltige Waben, Geräte oder zugekaufte Bienen kann die Krankheit weiterverbreitet werden. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Informationen finden Sie in folgenden Unterlagen:

Merkblatt Prävention Faulbrut
Aargauer Bienenzüchter Verband

Buchsbaumzünsler

Im Gegensatz zum Feuerbrand oder zur Ambrosia ist der Buchsbaumzünsler gemäss Pflanzenschutzverordnung (PSV) kein Quarantäneorganismus. Es besteht also keine Melde- oder Bekämpfungspflicht. Der neue Schädling bringt jedoch durch seine starke Frassaktivität insbesondere in Privatgärten, Park- und Friedhofanlagen eine bis jetzt nicht bekannte neue Herausforderung mit sich.

Informationen über den Buchsbaumzünsler und zur Bekämpfung desselben sind beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg des Kantons Aargau erhältlich.

Edelkastanien-Gallwespe

Die Edelkastaniengallwespe (Dryocosmus kuriphilus) ist ein meldepflichtiger Schadorganismus, der ursprünglich aus China stammt. Das Insekt gilt als der wirtschaftlich gefährlichste Schädling der Kastanienbäume. Betroffen sind nur Edelkastanien (Castanea sativa), nicht aber die Rosskastanien (Gattung Aesculus). Bei einem Befall kann das Baumwachstum sowie die Fruchtbildung gehemmt werden, was zu Ertragsausfällen von bis zu 70 % führen kann.

Dryocosmus kuriphilus wird in der Liste der besonders schädlichen Organismen in allen Ländern Europas geführt (Quarantäneorganismus). Die Verbreitung erfolgt durch den Transport von befallenen Baumschulpflanzen und Pfropfreisern oder durch den Flug der Weibchen. Im September 2010 und im Sommer 2011 wurden in Walchwil ZG und im Juli 2011 im nördlichen Gemeindeteil von Schinznach-Dorf an Kastanienbäumen Gallen der Edelkastaniengallwespe gefunden. Aus diesen Gallen sind Edelkastaniengallwespen ausgeflogen.

Informationen und Unterlagen sind beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg des Kantons Aargau erhältlich.

Feuerbrand

Feuerbrand ist eine gefährliche Pflanzenkrankheit, die grosse Schäden im privaten Garten wie auch an Obstanlagen, Baumschulen und Hochstammbaumobstgärten verursachen kann.

Mehr Informationen erhalten Sie beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg unter www.feuerbrand-ag.ch.

Wenn Sie Feuerbrand feststellen, melden Sie sich umgehend beim Bauamt.

Jakobskreuzkraut

Die sehr giftige Pflanze kommt auf Dauerweiden, in spät gemähten Wiesen sowie an Wegböschungen vor.

Die Kreuzkräuter sind in jedem Wachstumsstadium giftig und verlierren ihre schädigende / tödliche Wirkund in Heu und Silage NICHT!

Informationen über das Jakobskreuzkraut und zur Bekämpfung desselben sind beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg des Kantons Aargau erhältlich.

Flora von Oberrohrdorf

Die aktuelle Flora (Farn- und Blütenpflanzen) innerhalb der Gemeinde Oberrohrdorf ist in einem Inventar erfasst worden. Folgende Teilziele wurden dabei angestrebt:

  • kennen der vorhandenen Lebensräume (Ökologie)
  • kennen der aktuell vorhandenen bzw. gefundenen Arten und - soweit möglich - der verschollenen bzw. ausgestorbenen Arten (Systematik)
  • kennen der im Gebiet vorhandenen geschützten Pflanzen und ihrer aktuellen Standorte
  • kennen des Gefährdungsgrades der gefundenen Arten im Mittelland und der Schweiz
  • kennen der Neophyten und deren Standorte (insbesondere invasive Arten)
  • erkennen von wertvollen und schützenswerten Standorten

Das interessante und aufschlussreiche Werk wurde am 21. März 2012 in der Zähnteschüür vorgestellt. Es kann bei der Gemeindekanzlei oder im Online-Schalter bestellt werden für Fr. 30.-.

Erfahren Sie Genaueres in folgenden Unterlagen: 

Landschaftsinventar

Erfahren Sie Genaueres in folgenden Unterlagen: