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Kreiselfest

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Kreiselfest
30.08.2017

Sommerzauber statt Schotterflächen

 

Oberrohrdorf begrüsst seine Gäste mit einem blühenden Kreisel – und setzt damit ein Zeichen wider die Flut an Schotterflächen. Am 14. September 2017 wird das mit einem Fest für die Bevölkerung gefeiert.

 

 

Nichts führt zu heftigeren Diskussionen im öffentlichen Raum, so könnte man meinen, als Kreisel. Insbesondere wenn es um die Ausgestaltung in der Mitte geht. Verwitterter Umweltschrott? Geranienkistchen? Edle Kunst? Oder einfach nur Schottersteine? Laut einer repräsentativen Meinungsumfrage des Instituts Link schätzt die Mehrheit der Schweizer begrünte Verkehrskreisel. Sieben von zehn Personen wünschen sich Blumen als Dekoration, fünf von zehn eine naturnahe Bepflanzung.

Die Gemeinde Oberrohrdorf-Staretschwil kommt diesem Wunsch mit einem begrünten Kreisel entgegen. „Wir wollen mit einem blumigen Empfang im Dorfeingang ein Zeichen setzen“, betont Bernhard Haller, Bauverwalter der Aargauer Gemeinde. Deshalb hat man im Zuge der Sanierung der Kantonsstrasse den neu entstandenen Kreisel im Herbst 2015 durch das Gartenbauunternehmen Diebold und Zgraggen AG bepflanzen lassen. Neben drei Birnbäumen – wie im Wappen von Staretschwil – blühen dort heute Astern, Perlkörbchen, Witwenblumen oder Steppenkerzen. Aber auch die Rabatten um den Kreisel wurden ins Pflanzkonzept miteinbezogen, um die optische Wirkung zu intensivieren. Sie werden farblich ergänzt mit Storchenschnabel, Sonnenröschen oder Herbstanemonen, sodass wechselnde Blütenfarben das Jahr hindurch das Auge erfreuen.

Mit dieser naturnahen Bepflanzung mit Blütenstauden wollen die Gemeinde und das Gartenbauunternehmen auch ein Zeichen gegen die vielen Schotterflächen setzen, die im öffentlichen Raum, aber auch in Privatgärten immer mehr überhandnehmen. Sie seien auf den ersten Blick zwar einfacher handzuhaben, weil man nicht Rasen mähen oder Unkraut jäten müsse. Aber meist erobert sich die Natur ihren Raum zurück. „Viele greifen dann zu Chemie für die Unkrautbekämpfung und irgendwann ist der Boden einfach tot“, weiss Alain Diebold, Geschäftsführer von Diebold und Zgraggen AG. Doch auch für das Klima sind Schotterflächen nicht ideal, weil sie Wärme abstrahlen. Die Stiftung Landschaftsschutz hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie festgehalten, dass es Schottergärten zu vermeiden gelte, da sie sich negativ auf das Mikroklima auswirken, zur Versiegelung und Verarmung des Bodens beitragen und sich zudem negativ auf das Wohlbefinden der Bevölkerung auswirken.

„Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen auf die Gestaltung des Kreisels erhalten“, freut sich Alain Diebold. Deshalb werden nun am 14. September die Bevölkerung, aber auch Fachleute, Architekten und Behördenmitglieder anderer Gemeinden zu einer kleinen Feier eingeladen. Mit Führungen und Erklärungen zum Kreisel und seinem Ökosystem sollen sie erfahren, wie sich auch andernorts und in privaten Gärten selbst auf kleinem Raum solche Begrünungen umsetzen lassen.

 

Kreisel - das Fest, Oberrohrdorf-Staretschwil, 14. September, ab 18 Uhr mit Führungen und Erklärungen zur Bepflanzung um 18.30 und 19.45 Uhr.

 

www.dzgartenbau.ch

 

Diebold und Zgraggen Gartenbau AG: mit Sitz in Fislisbach wurde 1995 gegründet und hat sich seither auf die Gestaltung von privaten Gärten spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt heute 50 Personen, davon 8 Auszubildende.